München (dpa) - Nach dem Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann hat der Anwalt der Ex-Geliebten von einem «Freispruch dritter Klasse» gesprochen.

«Ich bin auf keinen Fall am Boden zerstört», sagte Thomas Franz, Vertreter von Kachelmanns Ex-Freundin, die in dem Prozess als Nebenklägerin auftrat, der Illustrierten «Bunte». «Der Freispruch ist ein Freispruch dritter Klasse.» In der Urteilsbegründung habe das Gericht klar gemacht, dass es «weder von der Unschuld von Herrn Kachelmann, noch von einer Falschaussage meiner Mandantin überzeugt» sei. «Das Gericht hat klar gemacht, dass es meiner Mandantin in bestimmten Punkten glaubt». Es sei aber Grundsatz des deutschen Rechts, dass ein Angeklagter freigesprochen werden muss, wenn Zweifel an seiner Schuld bleiben.