Düsseldorf (dpa) - Der in finanzielle Nöte geratene Energieversorger Teldafax will mit den Netzbetreibern über die vielfach gegen ihn verhängten Liefersperren sprechen.

Die Firma wolle alle Stromerzeuger, mit denen es entsprechende Probleme gebe, kontaktieren und eine Lösung suchen, kündigte Sprecherin Susanne Fiederer am Samstag im Mitteldeutschen Rundfunk an.

Dutzende Netzbetreiber haben Teldafax wegen der finanziellen Schwierigkeiten des Billig-Anbieters ausgesperrt. Fiederer sagte, das Unternehmen werde alle davon betroffenen Kunden so behandeln, als hätten sie den Vertrag gekündigt. Sie würden eine Abrechnung erhalten, eventuelle Guthaben würden überwiesen. Das werde acht bis zehn Wochen in Anspruch nehmen. Die Verbraucherzentrale Halle riet den Betroffenen dazu, den Vertrag mit Teldafax in jedem Fall ihrerseits zu kündigen, wenn sie Strom und Gas nicht mehr von dieser Firma beziehen könnten.

Laut Fiederer hat das Unternehmen durch die weggefallenen Netzzugänge etwa 50 000 Kunden verloren. Vor zwei Wochen hatte Teldafax-Sanierer Hans-Gerd Höptner die Zahl der verlorenen Kunden noch auf 36 000 beziffert - von insgesamt 700 000. Das sei «sehr überschaubar», sagte er damals.