München (dpa) - Asien und Osteuropa spielen in den Wachstumsplänen des Versicherungskonzerns Allianz eine Schlüsselrolle. Der Umsatzanteil dieser Märkte solle in den kommenden Jahren von derzeit zwölf Prozent auf das Doppelte steigen.

«Langfristig ist diese Größenordnung erreichbar», sagte Manuel Bauer, im Allianz-Konzernvorstand verantwortlich für Wachstumsmärkte, dem «Handelsblatt» (Montag). Vor zehn Jahren erwirtschaftete die Allianz nur vier Prozent ihres Umsatzes in Asien und Osteuropa.

Besonderes Interesse hat der Allianz-Konzern an China und Indien. «Es wird weiter nach oben gehen», sagte Bauer im Hinblick auf China. Besonders bei Auto- und Immobilienversicherungen wachse die Nachfrage. In Indien hofft der Konzern, innerhalb des kommenden Jahres seinen Anteil im Joint-Venture mit dem indischen Versicherungskonzern Bajaj von aktuell 26 auf 49 Prozent aufstocken zu können. Die Übernahme der Mehrheit werde allerdings noch dauern.

Die Allianz ist auch in Japan vertreten. Das Erdbeben vom März und die anschließenden Tsunamis haben auch den Münchner Versicherungskonzern getroffen. Bauer beziffert die Schäden auf 320 Millionen Euro.

In Osteuropa hingegen plant die Allianz in Zukunft vorerst keine weiteren Investitionen. Weil der Konzern bereits flächendeckend in der Region vertreten sei, könne in nächster Zeit nicht mit Zukäufen gerechnet werden. Hier setze das Unternehmen vor allem auf eigenes Wachstum.