Buenos Aires (dpa) - Argentinische Wissenschaftler haben ein geklontes Kuh-Kalb mit verändertem Erbgut vorgestellt, das in ausgewachsenem Zustand eine Art «menschlicher Muttermilch» geben soll. Dem Kalb mit Namen «Isa» wurden «zwei menschliche Gene eingefügt.

Diese sollen die Produktion von zwei Proteinen steuern, die auch in der menschlichen Muttermilch enthalten und von großer Bedeutung für die Ernährung von Säuglingen sind», teilte das in der Nähe von Buenos Aires gelegene Nationale Institut für Agrartechnologie (Inta) am Donnerstag (Ortszeit) mit.

«Im ausgewachsenen Zustand wird Isa Milch geben, die der menschlichen Milch ähnelt, da normale Kuhmilch kaum (antibakterielles) Lysozym enthält und die Wirkungsweise des (die Abwehrkräfte stärkenden Proteins) Lactoferrin in jeder Art unterschiedlich ist», betonten die Wissenschaftler. Da Isa erst am 6. April geboren wurde, müssen die Forscher aber noch etwa zwei Jahre warten, bis das Rind zum ersten Mal gekalbt hat und dann beginnt, Milch zu geben.