Washington (dpa) - Gerüchte über eine mögliche Kandidatur von US-Außenministerin Hillary Clinton als Präsidentin der Weltbank haben zu einem harten Dementi aus ihrem Mitarbeiterstab geführt. «Die Geschichte ist komplett unwahr».

Das sagte Clintons Berater Philippe Reines nach einem Bericht der «Washington Post» von Freitag. Seine Chefin habe «absolut kein Interesse» an dem Job bei der Organisation und würde ihn nicht annehmen, sollte er ihr angeboten werden. Meldungen über Clintons angebliche Weltbank-Ambitionen bezeichnete Reines als «erfunden».

Auch der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, nannte die Darstellung nach Angaben falsch, so die «Post». Die Amtszeit des aktuellen Weltbank-Präsidenten Robert Zoellick endet im kommenden Jahr. Er hat sich noch nicht darüber geäußert, ob er den Job für eine weitere Periode behalten möchte.

Clinton (63) hatte im März bekanntgegeben, nicht für eine zweite Amtszeit als Außenministerin zur Verfügung zu stehen. Auch wenn Barack Obama im November 2012 als US-Präsident wiedergewählt wird, wolle sie kein Regierungsamt mehr übernehmen, sagte sie damals dem Fernsehsender CNN. Seitdem wird in Washington darüber spekuliert, was die Ex-Senatorin und Ehefrau des früheren Präsidenten Bill Clinton künftig vor hat.

Bericht in der «Washington Post»