Berlin (dpa) - Zeitungs- und Zeitschriftenverleger haben am Freitag die Entscheidung von Apple begrüßt, einen digitalen Zeitungskiosk für seine mobilen Geräte einzurichten.

Die Änderung der Geschäftsbedingungen mit der Einrichtung einer eigenständigen Vertriebsplattform für digitale Presseerzeugnisse sei eine «substanzielle Verbesserung», erklärten der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in einer gemeinsamen Mitteilung. Unmittelbar nach der Ankündigung von Apple hatte der BDZV zunächst noch reserviert darauf reagiert.

Der neue «Newsstand» mache «die Angebote der Verlage im allgemeinen App-Universum für die Nutzer deutlich sichtbarer», erklärten die beiden Verlegerverbände. Weitere Verbesserungen seien der Wegfall des «In-App-Kaufzwangs» und die Möglichkeit, Abonnements außerhalb des Online-Shops von Apple zu anderen Preisen zu verkaufen als innerhalb des App Stores.

Die Aufhebung der Preisvorgaben gebe den Verlagen den nötigen Spielraum für Werbeangebote. Weiterhin untersagt ist es den Verbänden zufolge, mit Links innerhalb einer App auf Verkaufsangebote von digitalen Produkten und Abonnements außerhalb der App hinzuweisen.

Weiteren Gesprächsbedarf sehen BDVZ und VDZ vor allem beim Zugriff auf die Kundendaten bei einem Abonnement auf der Apple-Plattform. Dies halten die Verlage zur Pflege ihrer Kundenbeziehungen für unerlässlich. «Auch wenn dieser Punkt noch nicht zufriedenstellend gelöst ist, hat sich Apple jetzt deutlich auf die Verlage zubewegt und die Argumente der Verleger wirken lassen», erklärten die Verbände.

In der Aufmachung eines Holzregals bietet der «Newsstand» Zeitungen und Zeitschriften zum Abonnement an. Neue Ausgaben werden dann automatisch auch ohne Zutun des Abonnenten auf den Tablet-Computer iPad oder das Apple-Handy iPhone heruntergeladen. «Das ist so ähnlich, wie wenn Ihnen die Zeitung an ihre Tür geliefert wird», erklärte Apple.

Apple-Webseite zu Newsstand