Hamburg (dpa) - Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Kurs der Bundesregierung begrüßt, weitere Geldspritzen für Griechenland an die Mitwirkung der privaten Gläubiger zu knüpfen.

«Es entspricht unserer Verantwortung für Europa, Hilfe für Griechenland unter nachvollziehbaren Bedingungen und Voraussetzungen zu mobilisieren, dabei allerdings auch die privaten Gläubiger zu beteiligen», sagte Hundt dem «Hamburger Abendblatt» (Dienstag).

«Griechenland muss sein Defizit abbauen, umfassende Privatisierungen vornehmen und seine Wettbewerbsfähigkeit massiv verbessern.» Griechenland könne sich trotz Fortschritten noch lange nicht selbst am Finanzmarkt refinanzieren, betonte Hundt. «Ohne ein zweites Hilfspaket droht eine ungeordnete Staatsinsolvenz. Ein Zahlungsausfall Griechenlands hätte für das europäische Finanzsystem schwerwiegende Folgen.»