Köln (dpa) - Deutlich mehr Jugendliche und Erwachsene als noch in den 90er Jahren schützen sich mit Kondomen vor einer HIV-Infektion.

Nach einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln ist in Deutschland keine wachsende Nachlässigkeit beim Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu erkennen. Rund 87 Prozent der Befragten im Alter zwischen 16 und 44 Jahren gaben an, sich zu Beginn einer neuen Partnerschaft mit Kondomen zu schützen. Mitte der 90er Jahre lag der Wert bei 65 Prozent.

Trotzdem fühlen sich viele der Befragten nicht ausreichend über sexuell übertragbare Krankheiten informiert. 57 Prozent der Alleinlebenden zwischen 16 und 44 Jahren wünschen sich, besser über das Thema informiert zu werden. Prävention sei nach wie vor das beste Mittel, um die Ausbreitung des HI-Virus einzudämmen und Aids-Erkrankungen gering zu halten, sagte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott laut Mitteilung. Die Befragung fand im Herbst 2010 statt.

Kurzbericht «Aids im öffentlichen Bewusstsein 2010»