Berlin (dpa) - Die Mobbing-Website isharegossip.com ist offenbar von unbekannten Hackern lahmgelegt worden. Am Dienstag war dort lediglich eine Warnung an die von den Behörden gesuchten Betreiber zu sehen.

Die Angreifer forderten «Administratoren, Organisatoren und Moderatoren» des Läster-Portals dazu auf, sich binnen einer Woche bei der Polizei zu stellen - ansonsten würden ihre Namen, Zugangsdaten und Mail-Adressen veröffentlicht.

Auf einer Ausweich-Seite räumen angebliche Betreiber von isharegossip.com ein, ihnen sei ihre Domain «gestohlen» worden. Der Server sei davon aber nicht betroffen und Nutzer hätten nichts zu befürchten, «weil wir keine IP-Adressen speichern». Vorerst werde isharegossip.com offline bleiben. Als Kontakt wurde eine E-Mail-Adresse aus Russland angegeben.

Auf der Plattform konnten Nutzer unerkannt über andere herziehen, Schüler wurden dort unter ihren echten Namen beleidigt und diffamiert. Im März kam es zum Eklat: Ein 17-Jähriger war in Berlin zusammengeschlagen worden. Er hatte ein klärendes Gespräch mit Jugendlichen gesucht, die seine Freundin auf der Webseite beschimpft hatten. Danach war das Portal auf den Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gekommen. Die Polizei ermittelt gegen die Betreiber - bislang jedoch ohne Erfolg.

Hacker-Meldung auf isharegossip.com

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