Frankfurt/Main (dpa) - Der Einsatz von Rekordnationalspielerin Birgit Prinz beim letzten WM-Härtetest der deutschen Fußball-Frauen am 16. Juni gegen Norwegen ist weiter fraglich. «Das ist noch nicht entschieden. Wir gucken von Tag zu Tag», sagte die Stürmerin in Frankfurt/Main.

Ob sie mit dem angekündigten Karriere-Ende im Nationaltrikot auch ihre Laufbahn beim 1. FFC Frankfurt abschließt, ist ebenfalls noch offen. «Wie es im Verein weiterläuft, habe ich noch nicht entschieden», sagte die 33-Jährige, die im Anschluss an den «Höhepunkt» Heim-Weltmeisterschaft zumindest aus der DFB-Elf zurücktreten will. «Es wird eine Rolle spielen, wie die WM läuft - nicht ob wir Weltmeister oder vielleicht Dritte oder Vierte werden. Aber mit einer erfolgreichen WM lässt es sich leichter abtreten als aus einer vollkommenen Frustsituation.»

Zwei Tage vor der Partie gegen den Weltmeister von 1995 in Mainz absolvierte Prinz wegen ihrer in der vergangenen Woche erlittenen Bänderdehnung im Sprunggelenk nur eine Laufeinheit und verzichtete auf das Training am Nachmittag. «Ich hoffe, dass ich Mittwoch wieder einsteigen kann. Insofern bin ich ganz zufrieden», meinte sie.

Sorgen um ihre fünfte WM-Teilnahme habe sie nach dem unglücklichen Zweikampf am Sonntag, bei dem sich die Angreiferin den rechten Fuß verletzte, nicht gehabt. «Natürlich ist das Mist und ein schlechter Zeitpunkt, aber ich habe nie gedacht, dass ich so lange ausfallen werde», sagte die Frankfurterin, die mit insgesamt 14 Treffern die alleinige Bestmarke bei WM-Endrunden hält.

Das Team von Bundestrainerin Silvia Neid absolviert noch bis 17. Juni ihren siebten, abschließenden Vorbereitungslehrgang in Neu-Isenburg. Bei der WM trifft der zweimalige Titelträger im offiziellen Eröffnungsspiel am 26. Juni im Berliner Olympiastadion auf Kanada.