NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Donnerstag die Kursverluste vom Mittwoch im Zuge einer Herabstufung Griechenlands durch die Ratingagentur Moody's mehr als wett gemacht. Die Gemeinschaftswährung hatte zeitweise ein Tageshoch bei 1,4513 US-Dollar erreicht und stand zuletzt bei 1,4472 Dollar. Damit notierte sie so hoch wie seit knapp einem Monat nicht mehr. Händlern zufolge verdichteten sich die Hinweise darauf, dass das neue Hilfspaket für das hoch verschuldete Euro-Land Griechenland tatsächlich geschnürt wird. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4460 (Mittwoch: 1,4408) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6916 (0,6941) Euro.

Zudem verwiesen die Börsianer auf eine Stellungnahme der Ratingagentur Moody's. Demnach gib es ein sehr kleines, aber steigendes Risiko eines kurzfristigen Zahlungsverzugs der USA, falls sich die US-Abgeordneten in den kommenden Wochen nicht auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen sollten. Sollten die Verhandlungen darüber scheitern, sei die Bestnote 'AAA' für die Schuldenfähigkeit in Gefahr. Bassili Serebriakov, Währungsstratege bei der Bank Wells Fargo, bleibt aber im Bezug auf die weitere Entwicklung den Euro skeptisch. Die Gemeinschaftswährung bleibe anfällig gegenüber neuen, negativen Nachrichten aus den Anleihemärkten der Eurozone.