NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX> hat sich am Montag im New Yorker Handel mit Gewinnen über 1,43 US-Dollar behauptet. Zuletzt wurden für die Gemeinschaftswährung 1,4312 Dollar bezahlt. Am Nachmittag in Frankfurt hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,4235 (Freitag: 1,4270) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7025 (0,7008) Euro gekostet.

Die Finanzminister der Eurozone haben zwar ihre Entscheidung über dringend benötigte Milliardenkredite für Griechenland vorerst aufgeschoben und das Land ebenso wie der EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy zu weiteren Sparanstrengungen aufgerufen. Die zuständigen Politiker der Europäischen Union einigten sich aber auf einen neuen Krisenfonds. Der ESM soll 2013 dauerhaft eingerichtet werden und eine Kapitalbasis von 700 Milliarden Euro haben, um Schuldenländer vor der Pleite zu retten.

"Die Entscheidung ist zwar nicht überraschend gekommen. Mit der Einigung haben die Finanzminister jedoch gezeigt, dass sie handlungsfähig sind", sagte Lutz Karpowitz, Devisenexperte bei der Commerzbank. Positiv äußerte sich eine Vermögensverwalterin: "Wir dürften den Zeitpunkt des größten Pessimismus hinter uns haben." Angesichts der möglichen Folgen für das weltweite Finanzsystem könne sie sich kaum vorstellen, dass die EU Griechenland nicht helfen werde.