Berlin (dpa) - Knapp 6000 Beschäftigte von Versicherungen in mehreren Bundesländern haben am Montag die Arbeit niedergelegt. In Wuppertal sammelten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi 3000 Mitarbeiter aus ganz Nordrhein-Westfalen, in Hamburg und Schleswig-Holstein streikten 2000 Angestellte.

Auch in Berlin und Leipzig traten Beschäftigte in den Ausstand. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen. Die Verhandlungen für die rund 175 000 Beschäftigten im Innendienst waren am 31. Mai ergebnislos abgebrochen worden.

Verdi wirft den Arbeitgebern vor, befristete Beschäftigungsverhältnisse und die unteren Lohngruppen in der Branche ausweiten zu wollen. Die Gewerkschaft fordert 6 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro. Die Arbeitgeber wollen einmal 300 Euro zahlen und die Gehälter in zwei Stufen um 2 und 1,5 Prozent anheben.

Ein Sprecher des Arbeitgeberseite sagte: «Wir haben ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.» Der Verband sei ohne Bedingungen zu Gesprächen sowohl über den Mantel- als auch den Gehaltstarifvertrag bereit.

Gehaltstabelle Versicherungs-Innendienst