Frankfurt/Main (dpa) - Der Basketball in Deutschland boomt - und mit dem FC Bayern München kommt das vermeintlich Beste zur neuen Spielzeit erst noch hinzu.

Nach der dramatischen Finalserie zwischen dem neuen und alten Champion Brose Baskets Bamberg und ALBA Berlin fiebern alle Beteiligten schon jetzt dem Start der neuen Saison am 3. Oktober entgegen. «Darauf kann man sich auf jeden Fall freuen. Das wird sicherlich eine der spannendsten Spielzeiten in der Geschichte der BBL», sagte Dirk Bauermann, derzeit in Personalunion noch Bayerncoach und Bundestrainer.

Mit dem FC Bayern will Bauermann in die Phalanx von Bamberg und Berlin einbrechen, «doch ob uns das schon im ersten Jahr gelingt, muss man abwarten», sagte der Coach, der an der Säbener Straße einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat. Auf jeden Fall werden die Münchner der sich stetig weiter entwickelnden Basketball-Bundesliga zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. «Der FC Bayern ist eine Marke, die für Erfolg steht und der Liga gut tut», sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer der Nachrichtenagentur dpa.

Dass auch Superstar Dirk Nowitzki in der kommenden Saison in Deutschland zu bewundern sein wird, können sich die Verantwortlichen dagegen kaum vorstellen. «Selbst wenn es einen Lockout in der NBA gibt, kann dieser im November ja auch schon wieder vorbei sein», meinte Bambergs Geschäftsführer Wolfgang Heyder. «Im Moment ist das nur ein Thema für den Boulevard.»

Doch auch ohne das «Jahrtausendtalent» (Bauermann) Nowitzki und den FC Bayern hat die Liga ein weiteres Wachstums-Jahr hinter sich. 337 Spiele, so viele wie noch nie zuvor, mussten ausgetragen werden, um mit Bamberg den Meister zu ermitteln. Zum zehnten Mal nacheinander verzeichnete die BBL einen Zuschauerrekord. Erstmals in der Geschichte der Liga kamen im Schnitt mehr als 4000 Besucher. Exakt 1 365 058 Millionen Fans passierten die Hallentore, das waren 4051 Fans pro Partie.

«Unserem Ziel, langfristig die stärkste Liga in Europa zu werden, sind wir weiter näher gekommen», sagte Pommer. Noch ist die spanische ACB mit deutlichem Abstand die Nummer eins in Europa, doch dahinter braucht sich der deutsche Basketball nicht verstecken.

Die Hallen sind voll, der Sport spektakulär und faszinierend, die Etats der Clubs steigen und auch der Identifikationsfaktor mit Spielern und Clubs nimmt deutlich zu. Meister Bamberg hielt seinen kompletten Kader zusammen und wurden für diese Kontinuität belohnt. Weitere Vereine wollen diesem Beispiel nun folgen. Auch die Zahl deutscher Spieler, die wesentliche Spielanteile bekommen, wächst stetig, zudem verfügt die Liga mit Profis wie DaShaun Wood, Kyle Hines, Casey Jacobsen oder Julius Jenkins über richtige Superstars.