Nato bombardiert versehentlich Wohnhaus in Tripolis

Brüssel (dpa) - Die Nato hat eingeräumt, versehentlich ein Wohnhaus in der libyschen Hauptstadt Tripolis bombardiert und dabei vermutlich mehrere Menschen getötet zu haben. Der Oberkommandeur des Einsatzes, der kanadische General Charles Bouchard, bedauerte in einer Erklärung den Vorfall. Grund sei wohl eine fehlgeleitete Bombe gewesen. Das Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi hatte der Nato vorgeworfen, bei dem Angriff mindestens drei Menschen getötet zu haben, darunter auch ein Kleinkind.

Zahnärzte: Kassen schüren Angst

Berlin (dpa) - Die Zahnärzte werfen den gesetzlichen Krankenkassen vor, mit ihren Kostenwarnungen Angst zu schüren. Die verbreiteten Zahlen zur Kostenbelastung der Bevölkerung seien irreführend und rein politisch motiviert, sagte der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Peter Engel, in Berlin. Der Verband der gesetzlichen Krankenkassen hatte vor deutlich steigenden Zahnarztrechnungen gewarnt. Etwa für eine Krone müssten Kassenpatienten 74 Euro mehr zahlen. Engel warf dem Verband vor, Zahlen willkürlich aus dem Zusammenhang gerissen zu haben.

Syrischer Präsident Assad will sich ans Volk wenden

Damaskus (dpa) - Wegen der andauernden Proteste gegen sein Regime will sich der syrische Präsident Baschar al-Assad heute an sein Volk wenden. Nach Angaben der syrischen Nachrichtenagentur Sana wird sich Assad am Mittag in einer Rede zur Lage im Land äußern. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Seit drei Monaten demonstrieren Hunderttausende Syrer trotz brutaler Unterdrückung durch die Sicherheitskräfte für politische Reformen und den Rücktritt Assads. Laut Menschenrechtlern wurden bisher 1300 Demonstranten getötet.

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