Valencia (dpa) - Platz 17, überrundet nach 33 Umläufen und auch noch selbst schuld: Nach einer Kollision war der Große Preis von Europa für Michael Schumacher früh gelaufen.

«Mit dem Unfall, der auf meine Kappe geht, war das Rennen beendet», sagte Schumacher zur Szene in Runde 17, als ihm der Russe Witali Petrow mit dessen Lotus Renault über den Frontflügel seines Mercedes gefahren war. «Das war meine Dummheit. Das war eindeutig mein Fehler», gab der Rekordweltmeister zu.

Dass er zuvor beim Verlassen der Box auch noch eine weiße Linie überfahren und damit gegen eine Regel verstoßen hatte, hatte Schumacher nicht mal bemerkt. «Das macht aber jetzt auch keinen Unterschied», sagte er gelassen.

Weiter nach vorne zu fahren sei unmöglich gewesen, urteilte Schumacher. Kollege Nico Rosberg gelang im zweiten Mercedes der siebte Platz. «Ich kann nur versprechen, dass unser Team nach vorne kommen wird, aber wir brauchen Zeit», sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Der Angriff auf die Spitze ist für diese Saison abgehakt. Die weiteren elf Rennen sollen auch dazu dienen, weitere Erkenntnisse für das Auto 2012 zu bekommen.

Einen entsprechenden Vertrag hat Schumacher. Denn nachdem am Rande des achten WM-Laufs Spekulationen um den Kontrakt des 42 Jahre alten Kerpeners aufgekommen waren, sagte seine Managerin und Sprecherin Sabine Kehm der Nachrichtenagentur dpa: «Michaels Vertrag für 2012 ist gesichert, er hat einen Dreijahresvertrag.»

«Michael selbst hat erklärt, dass er einen Dreijahresvertrag mit Mercedes GP Petronas hat, und das bestätige ich gerne», sagte auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug der dpa. Über Vertragsinhalte wurden keine Angaben gemacht. Die Mutmaßungen waren aufgekommen, nachdem Teamchef Ross Brawn einen Einblick in die bislang nicht von dem erhofften Erfolg geprägte Konstellation Schumacher/Mercedes gegeben hatte.

Brawn war laut BBC vom Sender-Experten und Ex-Rennstallbesitzer Eddie Jordan gefragt worden: «Welche Seite hat eine Option, Ross?» Der Teamchef antwortete demnach: «Michaels.» Schumacher könne also bleiben, wenn er wolle? «Ja», entgegnete Brawn. «Die Interpretation, die jetzt aufgebracht wird, ist falsch», stellte Sabine Kehm klar.