Berlin (dpa) - Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hat von den Machthabern in Peking Gerechtigkeit für den chinesischen Künstler und Dissidenten Ai Weiwei gefordert. Die ihm zur Last gelegten Wirtschaftsverbrechen seien nur ein Vorwand, um keine Debatte über seine Kritik am chinesischen Regierungssystem zu riskieren. Das sagte Müller bei einer Solidaritätslesung für Ai im Literaturhaus Berlin. Der prominente Gegenwartskünstler war vergangene Woche nach zweieinhalb Monaten Haft zur Bewährung auf freien Fuß gesetzt worden.