Berlin (dpa) - Bundesweit gibt es inzwischen rund 2000 Menschen, bei denen der Durchfallerreger EHEC vermutet wird oder bereits nachgewiesen wurde. Davon leiden mindestens 520 Kranke an der schweren Komplikation HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom). Mindestens 18 Menschen sind daran gestorben.

Jüngste Angaben aus den Bundesländern:

HAMBURG: 751 EHEC-Infektionen oder -Verdachtsfälle sind inzwischen bekannt. Davon werden in den Krankenhäusern mindestens 144 Kranke wegen HUS oder HUS-Verdachts behandelt. Mindestens 2 Menschen sind bereits gestorben.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: 517 bestätigte EHEC-Infektionen, davon sind 153 HUS-Fälle bekannt. Mindestens 5 Menschen kamen durch den EHEC-Erreger ums Leben.

NIEDERSACHSEN: Landesweit sind mindestens 418 Verdachtsfälle bekannt. Bei 309 von ihnen ist der EHEC-Erreger nachgewiesen. 86 Menschen leiden an der schweren Komplikation HUS. 4 Menschen sind gestorben.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Mindestens 253 Menschen sind nachweislich mit dem Erreger infiziert. Die Komplikation HUS wurde dabei in 71 Fällen gemeldet. 3 Frauen sind an den Folgen der Infektion gestorben.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Bisher sind mindestens 118 EHEC-Infektionen bekannt, davon 34 HUS-Fälle. Zwei Frauen sind gestorben.