Athen (dpa) - Wie wollen die Griechen 78 Milliarden Euro zusammenkratzen? Laut dem neuen Sparpaket sollen die rund 11,3 Millionen Bürger in den kommenden vier Jahren mehr als 28 Milliarden Euro aufbringen.

Das macht rein rechnerisch knapp 2 500 Euro pro Kopf. Allein bis zum Jahresende sollen es 6,4 Milliarden Euro sein. Weniger staatliche Leistungen, höhere Steuern - so lautet die Formel.

Umfangreiche Verkäufe von Staatsbesitz sollen gleichzeitig 50 Milliarden Euro in die leeren Kassen spülen - potente Käufer für Firmen, Flächen und Immobilien werden gesucht. Hier wichtige Details des Sparpakets, um welches das Parlament ringt:

EINSCHNITTE UND STEUERN:

- Beamte und andere öffentlich Beschäftigte verloren laut Gewerkschaftsschätzungen bislang mehr als ein Fünftel ihrer Einkommen. Das neue Sparprogramm sieht weitere Kürzungen vor: bis zu einem weiteren Fünftel im Vergleich zu 2009.

- Bis 2015 sollen rund 150 000 Staatsbedienstete gehen. Für zehn in Rente gehende Beamte soll nur noch einer eingestellt werden.

- Für alle Bürger mit einem Einkommen von mehr als 8000 Euro sieht das Paket eine Solidaritätssteuer zwischen ein und fünf Prozent des realen Netto-Einkommens vor, sie gilt für die nächsten vier Jahre.