Washington (dpa) - Das US-Finanzministerium hat erneut vor katastrophalen Konsequenzen einer Schuldenkrise im eigenen Land gewarnt. Der Kongress müsse die gesetzliche Obergrenze für die Staatsschulden dringend bis zum 2. August erhöht haben, bekräftigte die Behörde am Freitag in Washington.

Sonst dürfe sich das Land von diesem Tag an kein weiteres Geld leihen. Drohende Folgen sind die Zahlungsunfähigkeit und eine Abstufung der Kreditwürdigkeit des Landes. Das wären «katastrophale ökonomische und finanzielle Konsequenzen», hieß es in der Mitteilung.

Die Schuldengrenze der USA liegt derzeit bei 14,3 Billionen Dollar (9,9 Billionen Euro). Sie müsste deutlich erhöht werden, um die Defizite der kommenden Jahre zu decken. Die Opposition will dem Schritt aber nur zustimmen, wenn er mit konkreten, drastischen Ausgabenkürzungen verknüpft wird. Die Verhandlungen zwischen den Demokraten von US-Präsident Barack Obama und den im Abgeordnetenhaus führenden Republikanern treten seit Wochen auf der Stelle.