München (dpa) - Bei den Münchner Opernfestspielen ist am Freitag die Inszenierung des Skandalkünstlers Hermann Nitsch von Olivier Messiaens Oper «Saint François d'Assise» mit vielen Bravos, aber auch deutlichen Buhs aufgenommen worden.

Einhellige Begeisterung gab es dagegen für Chor und Orchester der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Kent Nagano. Trotz der mit Spannung erwarteten Inszenierung des Österreichers Nitsch blieben einige Zuschauer nicht bis zum Schluss der fünfstündigen Oper.

Nitschs Sichtweise bot außer beeindruckenden Farbkompositionen wenig Neues: So waren vor allem die bekannten Schüttbilder und Kreuzigungsszenen sowie Videoeinspielungen seines Orgien-Mysterien-Theaters zu sehen. In der Hauptrolle des Heiligen Franziskus wurde Paul Gay gefeiert. Viel Applaus erhielt auch Christine Schäfer als Engel.

Bayerische Staatsoper