Staatsanwalt Cyrus Vance, Sohn des früheren gleichnamigen Außenministers, sagte, dass er «nur der Wahrheit und den Fakten» verpflichtet sei: «Es ist die höchste Pflicht eines US-Staatsanwalts, dass die Rechte derer, die Hilfe bei der Justiz suchen, gewahrt bleiben.» Aber es gehe um Gerechtigkeit: «Wir müssen für beide Seiten fair sein. Deshalb wäre es ungerecht gewesen, die Zweifel an der Zeugin nicht mitzuteilen.» Trotz der Freilassung werde weiter ermittelt. «Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Wir werden weitermachen, wie es unsere Pflicht ist.» Die nächste Verhandlung soll am 18. Juli stattfinden.

In Paris wurden in der Sozialistischen Partei Stimmen laut, dem ehemaligen Favoriten für die Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr doch noch eine Chance zu geben. «Nichts sollte Dominique Strauss-Kahn daran hindern, (bei den Vorwahlen) zu kandidieren», sagte Ex-Parteichef François Hollande, der ebenfalls antritt, der Zeitung «Libération». Indirekt sprach er sich für eine Verlängerung der Meldefrist bei den Sozialisten für eine Präsidentschaftskandidatur aus. Diese läuft schon am 13. Juli ab.

«NY Times»-Bericht

«WSJ»-Bericht