Während des Trauungsgottesdienstes mit viel klassischer Musik wirkten die Brautleute zeitweise angespannt, aber immer wieder huschte ein Lächeln über ihre Gesichter. Nach dem Jawort gab es auch ein Küsschen. Der Erzbischof wünschte dem Paar eine fruchtbare Ehe «zu ihrer eigenen und unserer Freude».

Der einstige Lebemann Albert hat zwei uneheliche Kinder, die er anerkannt hat, jedoch nicht zu seiner Hochzeit einlud. Ein legitimer Thronfolger darf in Monaco, wo der Katholizismus Staatsreligion ist, nur in einer römisch-katholischen Ehe geboren werden. Die eigentlich protestantische Charlene musste ihren Glauben ändern. Kurz vor der Heirat kursierten Gerüchte, wonach Charlene sich trennen wollte, die der Palast jedoch ausdrücklich dementierte.

Die Hochzeitsgäste jedenfalls feierten das Paar ausgiebig. Christian Wulff gratulierte dem Paar im Namen aller Deutschen und lud das Paar für 2012 in die Bundesrepublik beziehungsweise nach Berlin ein.

Auch der deutsche Modezar Karl Lagerfeld, die Charlene-Freundin und ehemalige Schwimmerin Franziska van Almsick sowie Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, jedoch ohne seine schwangere Frau Carla Bruni-Sarkozy, sowie Frankreichs frühere First Lady Bernadette Chirac zählten zu den Hochzeitsgästen.

Aus dem Hochadel feierten beispielsweise Carl XVI. Gustaf von Schweden mit seiner Frau Silvia und den Kindern Victoria, Madeleine und Carl Philip mit. Auch der Mann von Kronprinzessin Victoria, Prinz Daniel, war angereits. Aus Dänemark kamen Kronprinz Frederik und seine Frau Mary. Das britische Königshaus war mit Prinz Edward und seiner Frau Sophie vertreten. Prinz William und seine Frau Kate, die im April geheiratet haben, waren auf Auslandsreise in Kanada.

Die Schwestern des Bräutigams, Caroline und Stéphanie von Monaco, kamen mit ihren Kindern und saßen in der ersten Reihe. Prinzessin Carolines Ehemann, Ernst August Prinz von Hannover, war nicht zu sehen, dafür aber seine Söhne Ernst August und Christian Heinrich.

Zuvor waren viele Gäste vom «Hotel de Paris» in Monte Carlo mit Limousinen zum Palast in Monaco-Ville gefahren, der auf der anderen Seite des Hafens liegt, auf einem steilen Felsen über dem Meer. Die Promis gingen über einen roten Teppich in den Hof, der ein Geschenk des Unternehmers Kamyar Moghadam aus Deutschland ist.