Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat einem «Spiegel»-Bericht zufolge erstmals die Lieferung schwerer Kampfpanzer nach Saudi- Arabien genehmigt. Der Bundessicherheitsrat habe vor wenigen Tagen den Weg für den Export in das autoritär geführte Land frei gemacht, berichtete das Magazin vorab.

Die Saudis hätten Interesse an mehr als 200 Exemplaren der modernsten «Leopard»-Variante. Der deutschen Rüstungsindustrie winkt damit ein Milliardengeschäft. Am Bau des «Leopard» sind neben Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall zahlreiche Zulieferunternehmen beteiligt.

Die Bundesregierung wollte am Samstag nicht zu dem Bericht Stellung nehmen. «Der Bundessicherheitsrat tagt geheim. Über den Inhalt der Sitzung und einzelne Exportfälle erteilt die Bundesregierung keine Auskunft», sagte ein Regierungssprecher.

Die saudische Regierung hatte dem «Spiegel» zufolge zunächst mit Spanien verhandelt. Inzwischen zeichne sich ab, dass ein Großteil der Fahrzeuge aus Deutschland kommen werde.