Monaco (dpa) - Der Name des Designers war bekannt - aber mehr auch nicht: Charlene, die neue Fürstin von Monaco, ist in einer Robe von Giorgio Armani vor den Traualtar getreten. Was genau sich der Mailänder Stardesigner für die 33-Jährige ausgedacht hatte, blieb bis Samstag, kurz vor 17 Uhr, geheim.

Dann betrat die neue First Lady der Monegassen am Arm ihres Vaters in einem ebenso schlichten wie glamourösen Kleid mit langer Schleppe die Szenerie. Unverwechselbar Armani - so lässt sich der Stil des Haute-Couture-Werks kurz zusammenfassen.

Edel, elegant, zeitlos: Mit dieser Philosophie baute sich der heute 76-jährige Modeschöpfer sein Imperium auf. Und so schickte er nun auch Charlene Grimaldi, wie sie jetzt heißt, in ihr neues Leben.

Das Gesicht von einem zarten Schleier bedeckt, hinter sich eine meterlange Schleppe ziehend, schritt sie über den roten Teppich in den Innenhof des fürstlichen Palastes. Der Schnitt des Kleides legte ihre Schulterpartie frei. Nicht ohne Grund: Giorgio Armani schwärmte unlängst von der «schönen Struktur der Schultern» der ehemaligen südafrikanischen Olympiaschwimmerin.

Der Glamour seines Entwurfs aus der Linie «Privé» offenbarte sich erst auf den zweiten Blick: Zehntausende Kristalle und Perlen - Ton in Ton - seien auf der weißen Seiden-Duchesse verarbeitet worden, hieß es im französischen Fernsehen. Etwa 2500 Stunden Arbeit seien letztlich nötig gewesen, hieß es. Ganz in Weiß, in einer Garde-Uniform, so trat auch Fürst Albert II. vor den Traualtar.

Zum unverzichtbaren Accessoire für die Gäste der Zeremonie wurde indes ein echter oder improvisierter Fächer, der wenigstens etwas Kühlung gegen die hohen Temperaturen in dem Mittelmeerland versprach. Besonders von den Männern wurde viel Haltung verlangt. Uniform, ein Cutaway - also eine Kombination aus Cut, Hose, Weste, Hemd und Plastron - zumindest aber ein dunkler Anzug waren vorgeschrieben.

Der Musiker Jean Michel Jarre interpretierte diese Regeln äußerst lässig. Er ließ die Krawatte weg und öffnete die oberen Knöpfe seines Hemdes. Der Franzose hatte die Monegassen am Vorabend mit einem Konzert begeistert, was ihm wohl eine gewisse «Narrenfreiheit» einbrachte.