Euro-Gipfel: Banken erstmals bei Griechenland-Rettung dabei

Brüssel (dpa) - Zur Rettung Griechenlands steuern die Euro-Länder auf ein neues Hilfspaket mit erstmaliger Beteiligung von Banken und Versicherungen zu. Deutschland habe bei den Verhandlungen um das 120 Milliarden Euro schwere Paket im wesentlichen seine Linie durchgesetzt, sagten Diplomaten am Donnerstag beim Brüsseler Euro-Krisengipfels. Berlin hatte darauf gepocht, den Steuerzahler bei künftigen Rettungsaktionen zu entlasten und private Gläubiger zu beteiligen. Im Gegenzug wird nach Diplomatenangaben der Krisenfonds zur Rettung wackelnder Eurostaaten (EFSF) zum Ankauf von Staatsanleihen genutzt. Dies war von deutscher Seite bislang kritisch gesehen worden. Die von Frankreich favorisierte Bankenabgabe werde zunächst nicht weiter verfolgt.

Spanien nimmt mit neuer Auktion Milliarden Euro ein

Madrid (dpa) - Spanien hat am Donnerstag erneut erfolgreich Staatsanleihen am Markt unterbringen können, allerdings zu weiter leicht steigenden Renditen. Ausgegeben wurden zehn- und 15-jährige Anleihen im Gesamtwert von etwa 2,62 Milliarden Euro, wie das Finanzministerium in Madrid mitteilte. Beobachter bewerteten das Ergebnis kurz vor dem Euro-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel als positiv. Im zehnjährigen Bereich stieg die Rendite von 5,352 Prozent bei einer Auktion im Juni auf nunmehr 5,896 Prozent.

Nokias Talfahrt hält an - Rote Zahlen

Espoo/Helsinki (dpa) - Die Talfahrt von Handy-Hersteller Nokia geht weiter: Der früher souveräne Weltmarktführer aus Finnland hat im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben. Das Minus habe 492 Millionen Euro betragen, teilte Nokia am Donnerstag in Espoo bei Helsinki mit. Im Vorjahreszeitraum verbuchte der Konzern noch ein Plus von 104 Millionen Euro. Der Umsatz von Nokia ging in den abgelaufenen drei Monaten um sieben Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zurück. Konzernchef Stephen Elop erklärte, die «Herausforderungen bei der strategischen Umstellung» von Nokia seien größer als bisher erwartet.

Karstadt-Chef Jennings will auf Expansionskurs gehen