Geißler sieht die Absage des Aktionsbündnisses kritisch: «Ich bin nicht der Psychotherapeut der Gegner. Es ist aus ihrer Sicht falsch, wenn man die Gelegenheit nicht wahrnimmt, die Argumente der Öffentlichkeit vorzustellen», sagte er der dpa. Auch die Bahn bedauerte den Ausstieg der Gegner.

Aus Sicht von Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) macht sich das Aktionsbündnis unglaubwürdig. «Denn es scheint nicht mehr um die Sache zu gehen, sondern nur darum, dagegen zu sein und weiteren Streit zu provozieren.»

Der Verkehrsminister und strikte Stuttgart-21-Gegner Winfried Hermann äußerte sich zum Gutachten zunächst nicht. Im Landtag musste er sich am Vormittag heftige Vorwürfe gefallen lassen. Hermann sei ein «Verkehrtminister» und «Geisterfahrer», der nach dem Motto «tricksen, tarnen, täuschen» arbeite, sagte die verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Nicole Razavi. Hermann konterte, die alte schwarz-gelbe Landesregierung habe Zweifel von Experten an der Kostenkalkulation der Bahn «einfach zur Seite geschoben. Sie hätten gehandelt wie die berühmten drei Affen: «Nichts hören, nicht sehen, nichts sagen.»

sma-Gutachten

Projektgegner