Frankfurt/Main (dpa) - Kaum war das Sieger-Feuerwerk für die «Himmelsstürmer» von Borussia Dortmund beim Liga total! Cup abgebrannt, nahm der titelhungrige deutsche Meister schon die nächste Trophäe ins Visier.

«Die ganze Mannschaft und die Fans sind heiß. Wir wollen einen weiteren Titel auf unseren Briefkopf schreiben», richtete Mohamed Zidan vor dem Supercup gegen Schalke 04 eine Kampfansage an den Erzrivalen. Am Samstag kommt es in Gelsenkirchen zum Duell zwischen dem Meister und dem Pokalsieger - und für beide wird es zwei Wochen vor dem Start der 49. Bundesligasaison ein besonderer Härtetest.

«Das wird alles andere als ein Testspiel. Schalke wird sich nicht noch mal im eigenen Stadion besiegen lassen wollen, wir wollen es möglichst noch mal so machen wie voriges Jahr», sagte BVB-Manndecker Mats Hummels. In der Meister-Saison gewannen die Dortmunder in Gelsenkirchen mit 3:1.

Kapitän Sebastian Kehl freut sich auf das Highlight, denn «Spiele gegen Schalke haben immer eine gewisse Brisanz, egal ob in der Vorbereitung oder in der Bundesliga.» Der defensive Mittelfeldmann, nach langer Leidenszeit auf dem Weg zu alter Stärke, erwartet einen Kampf auf Biegen und Brechen: «Es wird eine hitzige Partie werden. Ich denke, wir sind ganz gut gerüstet. Wir wollen das Ding gewinnen.»

Diesen Anspruch hat auch BVB-Trainer Jürgen Klopp, für den der Supercup allerdings keine Priorität genießt. «Wir werden uns reinhauen und versuchen, zu gewinnen, wenn wir schon mal da sind. Aber es geht nicht darum, sich zwei Wochen vor dem Saisonbeginn an kleinen Glücksmomenten festzuhalten. Sondern es geht darum zu erkennen, woran wir noch arbeiten müssen», sagte Klopp.

Trotz des souveränen Turniersieges, bei dem der Champion der Konkurrenz aus München, Hamburg und Mainz teilweise deutlich voraus war, hat der Meistermacher noch einige Schwachpunkte erkannt. «Ich habe eine relativ hohe Messlatte für die Buben. Da sind sie jetzt nicht gerade im Minutenrhythmus drübergesprungen», konterte Klopp die Lobeshymnen und stellte klar: «Nur weil wir hier vor Bayern München ins Ziel gerannt sind, leiten wir daraus nicht ab, dass wir stärker sind als die.»

Angesichts der personellen Probleme war der Coach mit dem Auftritt aber zufrieden. «Wenn es um die Wurst geht, musst du da sein. Wir sind in der Spur. Die einzelnen Spieler sind auf einem guten Weg. Die wichtigste Erkenntnis war: Wir können uns auf viele Jungs, auch wenn sie momentan noch nicht bei 100 Prozent sind, verlassen», bilanzierte Klopp.