München (dpa) - Bleistiftrock, Pünktchenbluse und Taillengürtel: Die brav-biedere Damenmode der späten Fünfziger und frühen Sechziger verdankt unter anderem der US-Fernsehserie «Mad Men» ihr Comeback - gerät aber in die Kritik. «Es ist die Uniform einer unterdrückten Frauengeneration», warnt Lara Fritzsche in der aktuellen «Neon»-Ausgabe.

«Eine zum Glück antiquierte Rolle - die nun ohne Not viele nachspielen.» Der Kleidungsstil in der Serie über das Treiben in einer Werbeagentur vor rund 50 Jahren habe viele Stardesigner wie Marc Jacobs inspiriert, schreibt die Autorin. Den Look gebe es inzwischen aber auch zu oft - in einer günstigen Variante - von der Stange. Durchsichtige Blusen mit Nonnenkragen? «Ein billiger Versuch des Patriarchats, könnte man meinen.»