Ditzingen (dpa) - Der Maschinenbauer Trumpf startet mit prall gefüllten Orderbüchern ins neue Geschäftsjahr und sucht mehrere hundert Mitarbeiter. Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 flatterten dem Laserspezialisten neue Aufträge im Wert von 2,22 Milliarden Euro ins Haus.

Dies waren so viele wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Weltweit seien rund 500 offene Stellen zu besetzen, teilte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller am Freitag in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) mit. Gefragt sind vor allem Ingenieure, Techniker und Softwareentwickler.

Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr schuf Trumpf dank der wieder brummenden Konjunktur mehr als 600 neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit stieg bis Ende Juni 2011 auf rund 8550.

Der Umsatz legte vorläufigen Zahlen zufolge um 51 Prozent auf zwei Milliarden Euro zu. «Angesichts des tiefen Tals, in das die weltweite Krise den deutschen Maschinenbau gestürzt hatte, ist dieser Anstieg überaus erfreulich», teilte Leibinger-Kammüller mit. «Die Lücke zu den Rekordergebnissen von vor der Krise haben wir praktisch geschlossen.» Im Rekordjahr 2007/08 hatte der Maschinenbauer 2,2 Milliarden Euro erlöst.

Nach einem Vorsteuerverlust von 59 Millionen Euro im Krisenjahr 2009/10 kehrte Trumpf auch wieder in die Gewinnzone zurück. «Wir erwarten ein Ergebnis in dreistelliger Millionenhöhe», sagte Leibinger-Kammüller. Die gesamte Bilanz will das Unternehmen am 19. Oktober vorlegen.

Mitteilung zum Geschäftsjahr 2010/11