Bundesbankpräsident Jens Weidmann rief dazu auf, die Ursachen der Krise entschlossen anzugehen. Es dürfe keine Abstriche bei der konsequenten Konsolidierung der Staatsfinanzen im gesamten Euro-Raum geben, mahnte er.

Neben Griechenland hängen bereits Irland und Portugal am internationalen Finanztropf. Zuletzt wuchs die Sorge, dass mit Spanien und vor allem dem hoch verschuldeten Italien wirtschaftliche Schwergewichte ins Taumeln geraten.

Nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer hat der Krisengipfel ein größeres Hilfspaket geschnürt als erwartet.

Im Gegensatz zu anderen Ökonomen hält Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise einen Erfolg der griechischen Rettungsbemühungen für wahrscheinlich. «Die Reformen werden sich auszahlen», sagte er der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX.

Banken und Versicherungen sehen ihren freiwilligen Beitrag an dem neuen Hilfspaket für Griechenland als Opfer. «Ja, das trifft uns hart», hatte Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann am Rande des Euro-Krisengipfels im ZDF gesagt. Ackermann hatte als Vorsitzender des internationalen Bankenverbands IIF am Treffen teilgenommen.

Erklärung Gipfel, englisch

Erklärung Gipfel, deutsch