Sunnyvale (dpa) - Die neuen, leistungsstarken Prozessoren von AMD kommen bei den Kunden an. Im zweiten Quartal verdiente der Intel-Rivale 61 Millionen Dollar (42 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das war mehr als Analysten erwartet hatten.

Im Vorjahreszeitraum hatte AMD noch einen Verlust von 43 Millionen Dollar geschrieben. Die Aktie stieg nachbörslich um 6 Prozent. AMD hat in seiner neuen «Fusion»-Prozessorenfamilie das eigentliche Rechenherz eines Computers mit der Grafik kombiniert und verspricht dadurch mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch. Allerdings musste AMD mit einem allgemein schwächelnden PC-Geschäft und einem andauernden Preiskampf fertig werden. Der Umsatz fiel um 5 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Im laufenden dritten Quartal soll das Geschäft aber wieder zulegen.

AMD wird seit Januar von dem aus Deutschland stammenden Finanzchef Thomas Seifert geführt. Er war für den geschassten Dirk Meyer eingesprungen, will das Amt des Konzernchefs jedoch nicht dauerhaft behalten. Allerdings tut sich der Verwaltungsrat offenbar schwer, einen geeigneten Kandidaten zu finden. AMD sieht sich mit Intel einem Konkurrenten gegenüber, der etwa 80 Prozent Marktanteil bei Computerprozessoren hat.

AMD-Mitteilung