München (dpa) - Eintracht ist bereit, Bayern München kann kommen. Aufsteiger Braunschweig hat sich mit einem perfekten Saisonstart auf den DFB-Pokalkracher gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister eingestimmt.

Mit dem 2:0 bei Alemannia Aachen feierten die Niedersachsen den zweiten Sieg der neuen Zweitliga-Saison und verteidigten vorerst ihre Tabellenführung. «Das macht mich als Trainer schon stolz», sagte Coach Torsten Lieberknecht. «Aber wir lassen uns nicht von der Tabellensituation blenden.» Fortuna Düsseldorf verpasste mit dem 1:1 beim SC Paderborn den Sprung auf den zweiten Platz. Dynamo Dresden und Hansa Rostock sind nach dem 1:1 im Ostderby weiterhin ohne Saisonsieg.

Ein unglückliches Eigentor des Aacheners Mario Erb (15.) und ein klassisches Kontertor von Marc Pfitzner(80.) bescherten Braunschweig eine gelungene Generalprobe für den Pokalhit gegen die Bayern und den Alemannen die zweite Pleite der neuen Spielzeit. «Das ist eine Herkulesaufgabe», sagte Lieberknecht mit Blick auf den Pokalgegner FC Bayern. «Wir wissen ganz genau, wer in diesem Spiel der große Favorit ist. Und das sind bestimmt nicht wir.»

Düsseldorf musste sich nach dem furiosen 2:0-Auftakt gegen den VfL Bochum mit einem Punkt begnügen. Jens Langeneke (42.) per Foulelfmeter hatte die Fortuna in Führung geschossen, aber Matthew Taylor (74.) zerstörte Düsseldorfs Hoffnung auf den zweiten Saisonsieg.

Rostock schoss in Dresden beide Tore, ging im Aufsteigerderby aber nicht als Sieger vom Platz. Nach der Hansa-Führung durch Björn Ziegenbein (54.) lenkte Kevin Müller einen Schuss von Pavel Fort zum glücklichen Dynamo-Ausgleich ins eigene Tor ab. Die befürchteten Fan-Ausschreitungen blieben zunächst aus. In der Nacht hatten aber Unbekannte das Stadion beschädigt.

Dem TSV 1860 München hat der jordanische Investor Hasan Ismaik erneut Glück gebracht. «Er war jetzt zweimal da und wir haben zweimal gewonnen. Er sollte immer kommen», sagte Sportchef Florian Hinterberger nach dem 2:1 der «Löwen» gegen den Karlsruher SC. Der erste Saisonsieg hat die Führungsquerelen bei den Sechzigern verdrängt. Der fast zurückgetretene Präsident Dieter Schneider sprach sogar von einem «perfekten Wochenende».

Beim 1. FC Union Berlin haben die jüngsten Turbulenzen auch sportlich Spuren hinterlassen. Nach den Debatten um den erst jetzt öffentlich gewordenen Wehrdienst von Vereinschef Dirk Zingler beim Stasi-Wachregiment ging das erste Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 0:4 total daneben. «Es ist ein dickes Ding, den Heimauftakt so zu verlieren», schimpfte Union-Trainer Uwe Neuhaus. Höher haben die «Eisernen» in der 2. Liga zu Hause noch nie verloren.