Opferzahl nach Anschlägen in Norwegen steigt

Oslo (dpa) - Die Zahl der Toten bei den Anschlägen in Norwegen ist auf mindestens 93 gestiegen. Ein Schwerverletzter starb heute in einer Osloer Klinik, berichtete der TV-Sender NRK. Auf der Insel Utøya hatte der festgenommene Norweger Anders Behring Breivik mit zwei Schusswaffen Jagd auf Jugendliche gemacht und mindestens 86 getötet. Bei der Explosion einer von ihm vorher in Oslo platzierten Autobombe starben mindestens sieben Menschen. Die Polizei vermutet in den betroffenen Gebäuden noch weitere Tote. Auch rund um die Insel Utøya suchen Spezialisten nach weiteren Vermissten. Am Mittag wurde in Oslo der Opfer gedacht. An dem Trauergottesdienst nahmen auch Vertreter der Königsfamilie und der Regierung teil.

Friedrich: Keine unmittelbare Terrorgefahr von rechts

Berlin (dpa) - Nach den Bluttaten in Norwegen sieht Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich für Deutschland keine direkte Gefahr durch Terroranschläge von rechts. Hinweise auf rechtsterroristische Aktivitäten würde derzeit nicht vorliegen, sagte er der «Bild am Sonntag». Jedoch zeigten die Taten erneut, welche Gefahren von fanatisierten Einzeltätern ausgehen könnten. Die Anschläge in Norwegen mit fast hundert Toten lösten auch in Deutschland Bestürzung aus. Quer durch die Parteien und Konfessionen gab es Solidaritätsbekundungen.

Fast 300 Verletzte bei Zusammenstößen in Kairo

Kairo (dpa) - Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und gewalttätigen Sympathisanten der ägyptischen Militärführung sind in Kairo fast 300 Menschen verletzt worden. Tausende Menschen wurden mit Gewalt daran gehindert, vor das Verteidigungsministerium zu ziehen. Vor dem Sitz des Militärrates, der seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak das Land regiert, hätten sie ihren Unmut ausdrücken wollen: Über die Verschleppung der Polizei- und Justizreformen. Das berichteten Medien und Augenzeugen. Tausende Demonstranten setzten heute ihren Protest auf dem Tahrir-Platz in Kairo fort.

UN und EU stocken Afrika-Hilfen auf