Nürburg (dpa) - Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und die Betreiber des Nürburgrings sind zuversichtlich, die Formel 1 an der Eifel-Rennstrecke halten zu können.

Nach angedeuteten Zugeständnissen des Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone gehe die Geschäftsführung «optimistisch» in die Verhandlungen, sagte eine Sprecherin der Nürburgring Automotive GmbH. Auch Beck nannte die Gespräche mit Ecclestone «sehr positiv». «Ich denke, dass die deutschen Fans auch künftig Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring sehen werden», sagte der Regierungschef der «Bild»-Zeitung.

Beck und Innenminister Roger Lewentz (SPD) erklärten laut «Bild» auch, die wirtschaftliche Seite müsse noch geprüft werden, die Region dürfe aber das Rennen nicht verlieren. Ecclestone hatte beim Großen Preis von Deutschland am Wochenende erklärt, er sei bereit, dem Nürburgring denselben Vertrag wie in Ungarn zu bieten. Zahlen wurden nicht genannt. Nur: «Der Vertrag in Ungarn ist definitiv etwas günstiger», sagte die Sprecherin der Ring-GmbH.

Der bisherige Vertrag der Ring-Betreiber mit Ecclestones Formula One Management ist mit dem Rennen am Wochenende ausgelaufen. Die Verhandlungen sollen «in Kürze» beginnen, sagte die Sprecherin. Für den Grand Prix hatten die Betreiber Ecclestone 20 Millionen Euro überweisen müssen. Die rot-grüne Landesregierung kalkulierte für das Rennen einen Verlust von 13,5 Millionen Euro ein. Da das Land seine Subventionen jetzt aber deutlich zurückfahren will, hängt die Zukunft der Formel 1 in der Eifel auch von Ecclestone ab.