Dublin (dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 (30.März) nach dem Aschewolke-Desaster im Vorjahr kräftig zugelegt.

Der Umsatz legte beim größten europäischen Billigflieger im Zeitraum April bis Juni um 29 Prozent auf fast 1,2 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Die Zahl der Passagiere kletterte um 18 Prozent auf 21 Millionen. Der Überschuss sprang trotz kräftig gestiegener Treibstoffkosten sogar um 49 Prozent auf 139 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Ryanair-Chef Michael O'Leary weiterhin einen Überschuss von 400 Millionen Euro. Dazu sollen unter anderem höhere Ticketpreise beitragen.

Das schwache Ergebnis aus dem Vorjahresquartal rührte von den Flugausfällen nach dem Vulkanausbruch in Island her. Zwischen April und Juni 2010 hatte die von den Behörden verhängte Luftraumsperrung über Europa bei Ryanair zum Ausfall von 9400 Flügen geführt und den Gewinn um einem zweistelligen Millionenbetrag nach unten gezogen.

Der erneute Vulkanausbruch im Mai 2011 belastete die irische Fluglinie hingegen kaum. Um das Gewinnziel von 400 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr zu erreichen, streicht Ryanair unter anderem sein Winterangebot zusammen. Die Ticketpreise sollen um bis zu zwölf Prozent steigen.