Oslo (dpa) - Norwegens Polizei verteidigt sich gegen den Vorwurf eines zu späten Eingreifens bei dem Massaker auf der Insel Utøya. Der Osloer Polizeichef Anstein Gjengedal sagte dem TV-Sender NRK, die Antiterroreinheit «Delta» sei sofort nach dem ersten Alarmruf trotz der vorherigen Bombenexplosion im Osloer Regierungsviertel in Gang gesetzt worden. Der Attentäter Anders Behring Breivik hatte für seinen Angriff auf etwa 600 Jugendliche eines sozialdemokratischen Ferienlagers eine Stunde Zeit, bis er festgenommen wurde. Der Polizei waren diesbezüglich mehrere Einsatzpannen attestiert worden.