Moskau (dpa) - Gut zwei Wochen nach der Schiffskatastrophe auf der Wolga haben russische Rettungskräfte das Wrack der «Bulgaria» geborgen. In dem Havaristen fanden Taucher die Leichen der letzten beiden Vermissten, wie ein Sprecher des Organisationsstabs der Agentur Interfax sagte. Damit forderte das schwerste Schiffsunglück in Russland seit 25 Jahren 122 Opfer. Neuen Erkenntnissen zufolge fehlten dem Ausflugsschiff vor dem Untergang am 10. Juli nur 40 Meter zu einer rettenden Sandbank. Bis zuletzt habe der Kapitän, der bei dem Unglück ums Leben kam, versucht, die Passagiere zu retten.