FRANKFURT (dpa-AFX) – Angesichts des weiter schwelenden Schuldenstreits in den USA hat der Euro <EURUS.FX1> am Dienstag im New Yorker Handel weiter Boden gutgemacht und die Marke von 1,45 US-Dollar hinter sich gelassen. Zuletzt notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,4524 Dollar, nachdem sie im asiatischen Handel zeitweise noch weniger als 1,44 Dollar gekostet hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,4471 (Montag: 1,4380) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6910 (0,6954) Euro.

Im Streit um eine Erhöhung der Schuldengrenze in den USA sind die Fronten zwischen Demokraten und Republikanern in Washington weiter verhärtet – und das, obwohl unbedingt vor dem 2. August eine Lösung gefunden werden muss. Somit droht erstmals in der Geschichte der USA die Zahlungsunfähigkeit mit dann wohl katastrophalen wirtschaftlichen Folgen. "Die Verunsicherung treibt die Anleger aus dem Dollar", sagte Devisenexperte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Noch gingen die Finanzmärkte aber davon aus, dass die USA ihren Verpflichtungen voll nachkommen können. "Die Verunsicherung nimmt jedoch zu."