Düsseldorf (dpa) - Die Bundesliga steht in der Gunst der Fußball-Fans höher denn je. Vor dem Start in die 49. Saison haben die Vereine so viele Dauerkarten wie noch nie verkauft. Mit insgesamt rund 480 800 Tickets wurde der Rekord aus dem Vorjahres-Sommer (458 950) übertroffen.

Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Der Bedarf war sogar noch größer: Doch die meisten Clubs stellten den Verkauf ein, um noch ein gewisses Kontingent für Tagesbesucher anbieten zu können. Deshalb wurden vielerorts die Wartelisten mit Abo-Interessenten noch länger.

Wie schon in den vergangenen Jahren führt Borussia Dortmund mit bisher 52 000 abgesetzten Dauerkarten die Rangliste an. Selbst die bemerkenswerte Verkaufszahl aus dem Vorjahr (51 300) wurde noch übertroffen. «Wir werden in den nächsten Tagen erstmals die 53 000 Marke knacken», sagte Matthias Naversnik, Leiter des Ticketing-Bereichs beim deutschen Meister. Auf den Plätzen hinter dem BVB folgen wie gehabt der FC Schalke 04 (43 935) und der FC Bayern München (38 000).

Einen signifikanten Aufschwung beim Dauerkarten-Absatz verzeichneten Hannover, Mainz und Stuttgart. Nach der erfolgreichsten Saison der Clubgeschichte gingen in Hannover 23 500 Saisonabos und damit 7000 mehr über die Ladentheke als im Vorjahr. «Der Club hat bislang noch nie mehr als 20 000 Dauerkarten verkauft», sagte 96-Sprecher Alex Jacob. Die Norddeutschen rechnen mit einem weiteren Ansturm, sollte ein attraktiver Gegner für die Qualifikationsspiele zur Gruppenphase in der Europa League zugelost werden.

Über einen Zuwachs dürfen sich auch die Stuttgarter und die Mainzer freuen. Zumindest beim VfB hat das weniger mit den Leistungen des Teams in der vorigen Saison als mit der Fertigstellung der neuen Arena zu tun. Aufgrund der Umbauarbeiten konnten zuletzt nur 25 000 Tickets verkauft werden, in dieser Saison sind es bisher 29 500. Das neue Mainzer Coface-Stadion fasst 33 500 Zuschauer. Das ermöglichte dem FSV, 10 000 Dauerkarten mehr zu verkaufen als für das alte Bruchwegstadion mit seinen nur 20 300 Plätzen.

Wie in Stuttgart kann auch in Mönchengladbach von einer erfolgreichen Saison nicht die Rede sein. Erst in der Relegation wendete der Altmeister den drohenden Abstieg ab. Doch der furiose Schlussspurt ihres eigentlich schon abgeschriebenen Teams weckte bei den Borussia-Fans neue Begeisterung. «Eine sehr erfreuliche Nachricht ist die Tatsache, dass wir bisher 27 500 Dauerkarten verkauft haben - mehr als jemals zuvor in der Vereinsgeschichte. Das spricht für eine gewisse Euphorie», kommentierte Geschäftsführer Stephan Schippers.

Zum positiven Trend tragen auch die Aufsteiger Hertha BSC und FC Augsburg bei. Über 19 000 verkaufte Dauerkarten sorgten beim Berliner Manager Michael Preetz für Begeisterung: «Diese Zahlen sind fantastisch. Sie zeigen, dass die Vorfreude bei unseren Fans auf die neue Bundesligasaison riesengroß ist.» In Augsburg wurde der Absatz bei 17 500 Tickets gestoppt.