Shanghai (dpa) - Hendrik Feldwehr und Silke Lippok haben bei der Schwimm-WM in Shanghai die Vorläufe problemlos überstanden. Der Essener Feldwehr erreichte über 50 Meter Brust als Gesamt-Achter in 27,67 Sekunden das Halbfinale.

Vize-Europameisterin Lippok aus Pforzheim kam über 200 Meter Freistil in guten 1:57,53 Minuten als Siebte weiter. Christian Kubusch vom SC Magdeburg verfehlte über 800 Meter Freistil in 7:58,20 Minuten auf Platz 15 den Endlauf.

Rekord-Olympiasieger Michael Phelps warf in China weiter Fragen über seine Form auf. Über 200 Meter Schmetterling begnügte sich der Titelverteidiger im Vorlauf in 1:56,77 Minuten mit Platz elf. Der Amerikaner schwimmt aber am Abend noch das Finale über 200 Meter Freistil gegen Paul Biedermann und das Schmetterling-Halbfinale. Im Vorlauf über die 200 Meter Schmetterling war der Österreicher Dinko Jukic in 1:55,26 Minuten am schnellsten. Jukic steht nach der WM Anfang August noch eine Anhörung seiner Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) wegen einer nicht zustande gekommenen Doping-Kontrolle aus dem Mai bevor.

Nach seinem Halbfinal-Aus über 100 Meter kam Feldwehr über 50 Meter gut in den Wettkampf. Am besten war der Brasilianer Felipe Franca da Silva unterwegs, der in 27,19 Sekunden eine neue Weltjahresbestzeit aufstellt. «Das war mal ne Zeit, aber auch nicht so überraschend», sagte Feldwehr.

Keck ging Silke Lippok das Rennen von vorne weg an. «Von der Aufregung war es aber nicht das Einfachste der Welt. Ich bin zufrieden, dass keine Überraschung kam», sagte die 17-Jährige. Gut gelaunt plauderte sie vom Kontakt mit der Heimat. «Meine Mutter ist ganz begeistert: Hast Du den gesehen und die hat das Interview gegeben...», schilderte Lippok und entgegnete der Mutter, «Mama, ich bin hier vor Ort. Ich seh' die ganzen Leute auch.» Die EM-Zweite musste sich aber am Ende ihres Rennens der 400-Meter-Weltmeisterin und Titelverteidigerin Federica Pellegrini geschlagen geben. Gesamtbeste war die Amerikanerin Allison Schmitt, WM-Zweite von 2009, in 1:56,66 Minuten.

Nur als Test für die 1500 Meter, wenngleich der auch nicht wie gewünscht lief, nahm der EM-Zweite Kubusch die 800 Meter in Angriff. Erst am Vortag war er mit Yannick Lebherz aus dem Höhentrainingslager angereist und hatte noch mit den Folgen zu kämpfen. «Es ist ja noch Mitten in der Nacht in Europa», sagte der Magdeburger. Der chinesische Favorit Sun Yang war in 7:45,29 Minuten am schnellsten unterwegs.