Verteidiger hält Attentäter Breivik für unzurechnungsfähig

Oslo (dpa) - Der Verteidiger des norwegischen Attentäters Anders Behring Breivik hält seinen Mandanten für unzurechnungsfähig. Dies will er auch vor Gericht vertreten. Breivik hatte als Motiv für die Tötung von mindestens 68 Jugendlichen eines sozialdemokratischen Sommerlagers angegeben, dass er die Partei so hart wie möglich treffen wollte. Der Anwalt Geir Lippestad berichtete weiter, der Inhaftierte glaube, er befinde sich in einem Krieg. Norwegens Justiz prüft, ob Breivik wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden kann.

Nach Oslo: Mehr Engagement gegen Rechts gefordert

Berlin (dpa) - Nach dem Massaker eines Rechtsradikalen in Norwegen fordern deutsche Politiker eine härtere Gangart gegen die rechte Szene - auch im Internet. Grünen-Chefin Claudia Roth sagte in der «Frankfurter Rundschau», die Bundesregierung müsse ihr Engagement gegen Rechtsradikale verstärken. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hält nichts davon, nun hektisch Gesetze zu verschärfen. Gleichwohl forderte sie mehr Polizeibeamte zur Beobachtung der rechtsradikalen Szene im Internet. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums wies die Forderung nach einem neuen NPD-Verbot abermals zurück.

Luftbrücke nach Somalia in Vorbereitung - neues Camp in Kenia

Addis Abeba (dpa) - Internationale Hilfsorganisationen warnen, dass immer noch nicht genug Hilfe in den von der Hungersnot betroffenen Gebieten in Ostafrika ankommt. Die Vereinten Nationen treffen letzte Vorbereitungen für eine Luftbrücke nach Somalia. Erste Flugzeuge mit Nahrungsmitteln sollten spätestens morgen aus Nairobi starten. Unterdessen strömen weiter tausende Menschen aus dem Bürgerkriegsland in die Nachbarstaaten Kenia und Äthiopien. Wegen Überfüllung des weltweit größten Flüchtlingslager Dadaab in Kenia eröffnete das UN-Flüchtlingskomittee ein neues Lager.

Kluft im Schuldenstreit vertieft - Obama warnt