FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Montag von einer Warnung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) belastet worden. Die Gemeinschaftswährung kostete im Mittagshandel 1,4520 US-Dollar und damit rund einen halben Cent weniger als in der Nacht zum Montag. Ein Dollar war zuletzt 0,6887 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,4488 (Donnerstag: 1,4453) Dollar festgesetzt.

Am Montagmorgen hatte sich die Agentur S&P zu der geplanten Einbindung privater Gläubiger in die Griechenland-Rettung geäußert. Demnach würde das nach einem Vorschlag französischer Banken benannte "Pariser Modell" zumindest übergangsweise von S&P wie ein teilweiser Zahlungsausfall ("Selective Default") gewertet werden. Welche Konsequenzen dies für den Bankensektor insbesondere in Griechenland hätte, scheint unklar: Die EZB hatte bereits vor längerem erklärt, im Fall eines Zahlungsausfalls griechische Staatstitel nicht mehr in ihrem Refinanzierungsgeschäft mit den Banken zu akzeptieren, mit vermutlich drastischen Folgen für die griechischen Banken. Wie die EZB auf die von S&P beschriebene Aktion reagieren würde, gilt als ungewiss.