FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Donnerstag zum US-Dollar nach frühen Gewinnen wieder gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete im Mittagshandel 1,4232 US-Dollar. Im frühen Handel war der Euro zeitweise noch bis auf 1,4372 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,4300 (Dienstag: 1,4170) Dollar festgesetzt.

Die Unsicherheit an den Märkten bleibe hoch, sagten Händler. Der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht werfe seine Schatten voraus. Im weiteren Handelsverlauf könnten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bereits einen Vorgeschmack liefern. Zudem wird noch die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank erwartet. Volkswirte erwarten keine Änderung des Leitzinses. Die Pressekonferenz könnte jedoch Aufschluss über die weitere Zinspolitik der EZB liefern. Zudem dürfte sich Präsident Jean-Claude Trichet zur zuletzt zugespitzten Schuldenkrise in der Eurozone äußern.

Nach den Devisenmarktinterventionen der japanischen Regierung stieg der Euro zum Yen deutlich an. Vor den Interventionen hatte ein Euro noch 109,11 Yen gekostet. Zuletzt war der Euro 114,16 Yen wert. Wegen der Schuldenkrisen in Europa und den Vereinigten Staaten hatte es in den vergangenen Tagen eine Flucht aus dem Euro und dem Dollar in japanische Yen gegeben. Bereits am Mittwoch hatte die Schweizer Notenbank mit einer geldpolitischen Lockerung auf den Höhenflug des Franken reagiert. Die direkten Devisenmarktintervention der Japaner erwiesen sich aber zunächst als wesentlich erfolgreicher. Die Volkswirte der Commerzbank gehen zudem davon aus, dass die Japaner im Interesse ihrer Exportwirtschaft weiter versuchen werden, den Yen zu schwächen.