NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Donnerstag nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und der darauffolgenden Pressekonferenz wieder unter die Marke von 1,42 US-Dollar zurückgekehrt. Im New Yorker Handel stand die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,4142 Dollar, nachdem sie im frühen europäischen Geschäft noch deutlich über 1,43 Dollar geklettert war. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,4229 (Mittwoch: 1,4300) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7028 (0,6993) Euro.

Die EZB hatte ihren Leitzins am Nachmittag unverändert bei 1,50 Prozent belassen und weitere Käufe von Staatsanleihen hoch verschuldeter Staaten der Eurozone angekündigt. "Im Grunde handelt es sich dabei lediglich um eine Intervention, um die Märkte kurzfristig etwas zu beruhigen", kommentierte Devisenfachmann Volker Weber vom Hamburger Bankhaus M.M. Warburg die Pläne der Notenbank. Eine langfristige Lösung sei dies jedoch nicht. Das Vertrauen werde durch solche Maßnahmen nicht gestärkt.

"Im Grunde haben wir noch immer das gleiche Szenario wie vor einigen Wochen", ergänzte der Experte. Die Unsicherheit an den Märkten sei nach wie vor sehr hoch. Da könne sich der Euro kaum fester entwickeln. Nach der Schweiz am Vortag hat nun auch Japan auf den Höhenflug der heimischen Währung reagiert und direkt am Devisenmarkt eingegriffen. Auch diese Maßnahmen hätten dem Euro aber nur eine kurzzeitige Erholung gebracht, schränkte Weber ein.