Hamburg (dpa) - Unter dem Motto «Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in» wird in Hamburg der diesjährige Christopher Street Day gefeiert. Damit sollten sowohl jüngere als auch ältere Homo-, Bi- und Transsexuelle motiviert werden, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen.

Höhepunkt des CSD ist die bunte Parade, die am 6. August durch die Innenstadt zieht. Die Schirmherrschaft hat Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) übernommen. Sein Vorvorgänger Ole von Beust (CDU) sagte vor ein paar Wochen der Wochenzeitung «Die Zeit»: «Ich habe mein Schwulsein immer sehr offen gelebt, ich war, als ich jünger war, auch kein Kind von Traurigkeit und bin in einschlägige Lokale gegangen. Aber damals war ich noch nicht so weit, dass ich ein Outing als Befreiung empfunden hätte.»

Als sein Vater dann offen darüber in Medien sprach, sei er ihm erst böse gewesen, doch schließlich fand er es auch selber besser für sich, sagte der frühere Hamburger Ex-Regierungschef. Ole von Beust gibt zu bedenken: «Wissen Sie, den Leuten reicht es ja nicht, wenn jemand schwul ist. Das wird immer noch angefettet. Sie glauben ja nicht, was ich alles gehört habe, wo ich mit wem gewesen sein soll, welche Vorlieben ich hätte.»

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