Berlin (dpa) - Nach dem Feuer am Rennwagen von Formel-1-Pilot Nick Heidfeld beim Großen Preis von Ungarn ist das Chassis nicht mehr zu gebrauchen.

Der Technische Direktor des Lotus-Renault-Rennstalls, James Allison, erklärte in einem Interview auf der Team-Homepage, dass man es «abschreiben müsse». Heidfeld war in Budapest vorzeitig ausgeschieden, nachdem sich ein heftiges Feuer an seinem Wagen entfacht hatte.

«Der Vorfall war in höchstem Maße unerwünscht», sagte der Technik-Direktor - zumal die Teams wegen der verordneten Sommerferien erstmal nicht in die Fabriken dürfen. Das Feuer sei durch eine Kette von Ereignissen entstanden, erklärte Allison. Letztlich sollen ein Riss im Auspuff und ein Boxenstopp, der länger als geplant dauerte, den Brand ausgelöst haben. So wie in Barcelona, wo der Wagen auch schon mal Feuer gefangen hatte, kam der Mönchengladbacher auch in Budapest mit dem Schrecken davon.

Man werde Schritte unternehmen, um die Wahrscheinlichkeit eines solchen Vorfalls weiter zu reduzieren, kündigte Allison an. Mit dem Internationalen Automobilverband FIA, der für die Regeln zuständig ist, sei man in Kontakt, erklärte Allison. Dabei will man auch erklären, wie es zu der kleinen Explosion kam, als Heidfeld das Auto bereits abgestellt und verlassen hatte. Sie sei durch eine Luftflasche verursacht worden, die die Ventile im Motor mit Luft versorgt. Die Flasche sei durch das Feuer überhitzt gewesen und explodiert, sagte der Technische Direktor.