Dresden (dpa) - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CDU) hat die Öffnung des Fernverkehrs für Busse gegen Kritik aus der SPD verteidigt. Er könne die Befürchtungen der SPD nicht teilen, wonach der Schienenverkehr darunter leiden würde, sagte der Minister am Donnerstag bei einem Besuch in Dresden.

«Die SPD hat offensichtlich noch nicht verstanden, dass wir mit solchen Fernbuslinien der Bahn im Fernverkehr keine Kunden abjagen wollen.» Da sich die SPD als Vertreter des Kleinen Mannes verstehe, rufe er den Sozialdemokraten zu: «Der Kleine Mann, derjenige mit kleinem Geldbeutel, möchte auch preiswerte Reisemöglichkeiten haben.»

Ramsauer zufolge gehe es darum, Pkw-Verkehr von der Autobahn zu bekommen. «Lieber weniger Pkws auf den Autobahnen und die Leute gebündelt in solchen Fernbussen zu günstigen Tarifen transportieren.» Zugleich gehe es um Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern. Die Verbraucher hätten dann mehr Alternativen.

Sollte die SPD das Vorhaben im Bundesrat stoppen wollen, würde sie sich erneut als «Blockadepartei» erweisen. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch eine weitgehende Freigabe des innerdeutschen Linienverkehrs beschlossen, der seit rund 70 Jahren streng beschränkt ist.