Hannover (dpa) - Hannover 96 hat den alten Schwung und die positive Grundstimmung in die neue Bundesliga-Spielzeit mitgenommen. Das Team von Trainer Mirko Slomka gewann das Auftaktspiel gegen 1899 Hoffenheim mit 2:1 (2:1) und knüpfte an die Erfolge in der vorigen Saison an.

Dabei profitierte der Europa-League-Teilnehmer auch vom Verletzungspech der Hoffenheimer, bei denen der neue Trainer Holger Stanislawski bei seiner Bundesliga-Premiere für die Kraichgauer auf sieben verletzte Fußball-Profis verzichten musste.

Vor 40 315 Zuschauern in der nicht ausverkauften AWD-Arena erzielten Jan Schlaudraff (15. Minute) und Mohammed Abdellaoue (30./Foulelfmeter) die 96-Tore. Auch der Hoffenheimer Gegentreffer durch Sejad Salihovic (18.) resultierte aus einem Foulelfmeter. Während Stanislawski gegenüber dem schwachen Pokalspiel gegen Windeck drei Umstellungen vornahm, vertraute Slomka seinem eingespielten Team. Lediglich Torjäger Didier Ya Konan wurde nach einem Muskelfaserriss geschont, von den vier Zugängen stand keiner in der Startelf.

Nach einer Abtastphase von 15 Minuten ging es in dem unterhaltsamen Match Schlag auf Schlag. Ex-Nationalspieler Schlaudraff nutzte eine Unaufmerksamkeit von Hoffenheims Torhüter Tom Starke zur Führung. Während der Keeper noch seine Vorderleute dirigierte, schlenzte Schlaudraff einen direkten Freistoß über die Mauer ins Tor. Hoffenheim konterte fast postwendend. Nach einer ungeschickten Abwehraktion von Emanuel Pogatetz gegen Fabian Johnson verwandelte Salihovic den fälligen Strafstoß zum Ausgleich.

Hannover 96 verstärkte die Angriffe über die Außenpositionen. Konstantin Rausch und der agile Schlaudraff sorgten für viel Druck und hatten Erfolg. Als der ungestüme Edson Braafheid nur per Foul gegen Schlaudraff retten konnte, zeigte Schiedsrichter Kinhöfer zum zweiten Mal auf den Punkt. Der norwegische Nationalspieler Abdellaoue verwandelte zur 2:1-Führung, doch Hoffenheim war nur kurz geschockt. Noch vor der Pause hatten Johnson und Salihovic gute Gelegenheiten zum Ausgleich.

Auch im zweiten Durchgang bemühte sich Hoffenheim mit viel Einsatz um das Remis. Es fehlte die Präzision beim Abschluss. Stanislawski wechselte in Sven Schipplock (63.) einen weitere Offensivspieler ein, doch trotz einiger guter Ballstafetten gelang es nicht, die 96-Abwehr mit dem sicheren Torwart Ron-Robert Zieler noch einmal zu überwinden.