Bremen (dpa) - Der vor einem Jahr schon aussortierte Markus Rosenberg hat Werder Bremen einen gelungenen Start in die neue Saison der Fußball-Bundesliga beschert. Der Schwede schoss beide Treffer beim 2:0 (0:0)-Sieg der Bremer gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Eine Woche nach der peinlichen Pokal-Niederlage gegen den Drittligisten Heidenheim feierten die Fans ungewöhnlich lange - vor allem Rosenberg. Kurz vor Schluss hatte er allerdings sein drittes Tor vergeben und traf unbedrängt den Pfosten.

«Ich hatte ein gutes Gefühl, schon vor den Toren», sagte der Stürmer. Der vor einem Jahr nach Santander ausgeliehene Rosenberg hofft nun auf einen Stammplatz, auch wenn der noch angeschlagene Claudio Pizarro wieder fit ist. «Wenn man zwei Tore erzielt, behält man wohl seinen Platz», erklärte er grinsend.

«Er hat gut gearbeitet, er hat sich einen Vorsprung erarbeitet. Er packt die Sachen entschlossener an», sagte Werder-Coach Thomas Schaaf über den Angreifer, der vor einem Jahr nicht mehr gewünscht war, sich in Spanien aber offensichtlich weiterentwickelt hat.

Werder zeigte eine gute Vorstellung mit deutlicher Dominanz, aber lange Zeit zu wenig zwingenden Aktionen. Die Bremer präsentierten das technisch bessere Spiel, hatten klar mehr Ballbesitz. Mehmet Ekici saß zunächst auf der Bank und sah oft das Fehlen des finalen Passes aus dem Werder-Mittelfeld. Nach der Pause spielte er dann zunächst auf der rechten Mittelfeldseite, ehe er nach rund 60 Minuten ins Zentrum rückte und dabei einige gute Ansätze zeigte.

Der Sturm mit Lennart Thy und Rosenberg, die trotz des schwachen Pokalauftritts wieder beginnen durften, konnte sich anfangs selten durchsetzen. Nachwuchsmann Thy blieb trotz viel Laufarbeit blass, während sich Rückkehrer Rosenberg in der zweiten Halbzeit in Szene setzte und in den entscheidenden Momenten in echter Torjägermanier traf - erst per Abstauber, dann mit perfektem Kopfball.

Die Defensive der Bremer stand relativ sicher. Mit dem erst seit wenigen Tagen einsatzfähigen Per Mertesacker als Abwehrchef neben dem aus Nürnberg gekommenen Andreas Wolf wirkte die Verteidigung souveräner. Allerdings hielten sich die Offensivbemühungen der Gäste in überschaubaren Grenzen. Lautern lauerte auf Konter, konnte den Ball jedoch nicht sehr oft schnell nach vorne bringen. Pierre de Wit mühte sich als Spielgestalter redlich, aber meist vergeblich.